Bloggerlife | In 5 Schritten zum Blogpost

  • Wie erstelle ich einen Blogpost?
  • Wie und wo fange ich an?
  • Was habe ich zu beachten?
  • Wie lange dauert es?

All diese Fragen möchte ich euch heute beantworten und Schritt für Schritt werde ich euch zeigen, wie ich meine Blogbeiträge erstelle. Wobei die Schritte natürlich variieren können und nicht immer in genau dieser Reihenfolge erfolgen. Also nagelt mich bitte nicht fest. Ich nehme auch gleich vorweg, ich bin Hobbyblogger und nicht Leon der Profi. Für alle nicht-Nerds: Leon der Profi ist ein Film. Aber zurück zum Thema. Ich denke dass diese kleine Aufschlüsselung zum erstellen eines Blogposts für den ein oder anderen hilfreich oder zumindest interessant zu lesen sein dürfte. Legen wir also los mit meinen Ratschlägen für Einsteiger.

 

Die wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  1. Themenfindung & Notizen
  2. Die Wahl des Outfits, die Positionierung der Gegenstände & das Shooting
  3. Fotobearbeitung
  4. Der Text
  5. Struktur und Aufbau

 

 

1. Themenfindung & Notizen

Wie ergibt sich denn eigentlich ein Blogpost? Und wo fange ich an? Ganz einfach: ohne Thema kein Blogpost. Zu Beginn also mal fleißig in den Tiefen unseres Gehirns graben und nach Ideen suchen. Überlegt welche Themen euch selbst interessieren, zu euch passen, was potentielle Leser auf euren Blog locken könnte und worüber ihr einfach gerne schreiben würdet. Kreativität braucht oft seine Zeit und lässt sich nicht erzwingen. Googelt also was das Zeug hält, denn man kann nicht immer selbst auf die zündende Idee kommen. Es soll natürlich nichts von anderen Blogs kopiert werden, es spricht aber nichts dagegen sich inspirieren zu lassen und eine Idee neu zu verpacken und seine eigene Version umzusetzen. Und dann notiert euch all eure Einfälle. Egal ob sinnvoll oder nicht. Ihr könnt es ja jederzeit wieder von der Liste streichen. Manchmal helfen bloße Stichwörter, grobe Notizen oder eine eingängige Überschrift. Erleuchtende Einfälle kommen immerhin nicht von irgendwo und auch nicht täglich. Von Zeit zu Zeit gehe ich dann immer mal wieder alle Ideen in meinem kleinen schwarzen Büchlein oder in den Notizen in meinem Handy durch. Manches wird wieder gestrichen und so manche Idee kommt eben erst ein halbes Jahr später tatsächlich zum Einsatz. Wenn ich zu einem Thema gewisse Phrasen, Sätze oder auch nur bestimmte Wörter im Kopf habe, notiere ich diese immer sofort unter dem jeweiligen Thema. Zu Anfang wirkt alles noch sehr zusammenhanglos und verwirrend, beim endgültigen schreiben des Artikeltextes helfen mir solche Notizen aber ungemein weiter. Dieses sogenannte Brainstorming nimmt manchmal nur 5 Minuten in Anspruch, manchmal aber auch mehrere Stunden. Das hängt natürlich auch ganz vom Posting-Verhalten des Bloggers ab. Will ich nur sporadisch posten wenn ich eben eine zündende Idee habe, dann reicht das gelegentliche notieren von spontanen Ideen. Will ich aber mehrmals wöchentlich an fixen Tagen posten, so investiere ich doch einiges an Zeit in die Ideenfindung um längerfristig vorzuarbeiten. Somit gestaltet sich der Zeitaufwand also sehr individuell.

Noch ein weiterer Tipp zur Ideenfindung: manchmal shoote ich einige Outfits und erst beim ansehen der Fotos kommen mir konkrete Ideen zu einem Blogpost. Klar, das schreiben über das Outfit selbst ist natürlich schon vorher klar aber manchmal passt ein Look oder mein Gesichtsausdruck zu einem speziellen Thema der mir erst in Zusammenhang mit dem Bildmaterial kommt. Man sieht also, die Themenfindung muss nicht immer Schritt 1 zum Blogpost sein.


2. Die Wahl des Outfits, die Positionierung der Gegenstände & das Shooting

Die richtigen Fotos sind für mich extrem wichtig. Ich spreche da nicht nur von den Fashionposts die natürlich ohne Bildmaterial nicht umsetzbar wären, sondern auch von thematisierten oder persönlichen Beiträgen die mit den richtigen Bildern einfach noch mehr aussagen. Es gibt natürlich auch Blogs auf denen hauptsächlich der Artikelinhalt und das Thema selbst wirken, ich persönlich mag aber die Kombination aus Bild und Text irrsinnig gern. Es wirkt viel harmonischer und manche Leser kann man teils auch nur wegen der Fotografie auf seinen Blog aufmerksam machen.

Wie komme ich nun aber zu meinen Fotos? Und was soll ich fotografieren? Nachdem wir Punkt 1 grob notiert haben, können wir uns anhand dieser Notizen also entsprechende Flatlays und Outfits überlegen. Will ich einen Modebeitrag über Strick verfassen, dann beginnt in den Tiefen meines Schranks die Suche nach einer entsprechenden Outfitkombination. Will ich tiefsinnig, kritisch oder einfach nur über zum Beispiel meine Morgenroutine schreiben, so muss ich mir zumindest im groben überlegen welche Art von Fotos zur Idee passen. Entweder ich fotografiere Flatlays passend zum Thema oder ich lasse mich selbst dabei fotografieren wie ich mir zum Beispiel einen Kaffee mache oder diesen trinke. Wenn ich dann also weiß was ich will, mache ich mir wenn ich selbst das Model bin einen Termin mit meinem Fotografen aus oder plane an einem Sonntag ein paar Stunden für das Fotografieren von Gegenständen passen zu meinen aktuellen Themen ein.

Sowohl die Suche nach einem Outfit als auch die Positionierung von Gegenständen sind manchmal doch sehr zeitaufwändig. Natürlich nicht immer, manchmal läuft es einfach wie von selbst und man weiß sofort was man möchte und wie man es möchte. Manchmal hat man aber auch nur eine grobe Vorstellung dessen und muss suchen, experimentieren und ausprobieren um zum entsprechenden Ergebnis zu gelangen. Für das Fotoshooting selbst gilt genau das selbe. Manchmal hat man 5 Outfits in 1,5 Stunden im Kasten. Manchmal dauert es aber mehrere Stunden um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Lasst euch also nicht unterkriegen wenn es einmal etwas länger dauert, beim nächsten Mal kann es nämlich wieder locker flockig von der Hand gehen. Habe ich schlussendlich meine Ideen, Outfits und den Termin zum Fotografieren fixiert, muss ich nur noch hoffen, dass der Wettergott und die Lichtverhältnisse mein Vorhaben am vereinbarten Tag auch zulassen. Mit den Fotos in der Hand kommen wir unserem Ziel eines Blogposts dann nämlich doch schon sehr viel näher.

 

3. Fotobearbeitung

Tastatulightroom-bloggen-blogpost-bildbearbeitung-coffeejunkyjules
Fotocredit: Georg Schmidinger

Wenn die Fotos im Kasten sind, geht es auch schon an die Bearbeitung der einzelnen Bilder. Ich habe auch gleich einige vorher – nachher Beispiele für euch. Mit Photoshop lässt sich natürlich noch sehr viel mehr machen aber da ich weder das Geld noch die Zeit und Geduld für dieses Programm aufwenden möchte, bearbeite ich meine Bilder meist direkt am Handy mit der PS Express, Snapseed oder der Lightroom App. Für mich vollkommen ausreichend und wenn auch nicht so professionell wie die Bearbeitung am PC, so ist trotz allem auch die Bearbeitung mit den Apps übers Handy teils sehr aufwendig. Ich persönlich bearbeite größtenteils nur meine Urlaubsbilder sowie Flatlays, da ich mit den Outfitbildern meines Fotografen meist mehr als zufrieden bin. Die Shooting Fotos schneide ich also meist nur auf die gewünschte Größe oder einen besonderen Ausschnitt zusammen, und spiele eventuell noch mit der Helligkeit, das war es dann aber auch schon. Ich bessere weder Cellulite noch Hautunreinheiten aus. Entweder mir gefällt das Bild so wie es ist oder eben nicht. Und da ich ja sowieso die vorteilhaften Fotos verwende, fände ich es doch etwas übertrieben wenn ich auch noch jeden Makel entfernen würde. Vor allem auch deshalb, weil ich immer sage dass coffeejunkyjules ein Blog für das Mädel von nebenan sein soll, und da wäre das absolut nicht authentisch. Die meiste Arbeit nach dem Fotoshooting mit meinem Fotografen besteht eigentlich im aussortieren der Fotos. Beim letzten Shooting hatten wir nach 5 Outfits um die 1300 Fotos welche ich auf 200 runter sortiert habe. Nach 2 Stunden vorm PC taten mir sowohl die Augen als auch der Rücken doch gut weh. Dafür hatte ich aber auch genügend Auswahl und die Qual der Wahl beim auswählen der Fotos.

Bei Flatlays und Urlaubsbildern sieht die Sache schon etwas anders aus. Da bearbeite ich gern mal in alle Richtungen und spiele mich mit Helligkeit, Sättigung, Kontrast, Schärfe oder auch der Weiche eines Bildes. Hierfür habe ich eigentlich keinen Tipp, sondern nur den Rat: probiert euch durch. PS Express, Snapseed und Lightroom sind auf alle Fälle zwei empfehlenswerte Apps die meiner Meinung nach auch relativ easy in der Handhabung sind. Falls ihr Interesse an einem Beitrag in diese Richtung habt, lasst es mich gerne wissen 😉

Was man mit Fotobearbeitung alles aus einem Bild rausholen kann, ist anhand dieses Urlaubsbildes schon relativ gut erkennbar.

 

Meer, Sea, Strand, coffeejunkyjules
Links: NACHHER | rechts: VORHER [Fotocredit: coffeejunkyjules]

4. Der Text

Tastatur-schreiben-bloggen-blogpost-tippen-coffeejunkyjules
Fotocredit: Georg Schmidinger

Jetzt kommen wir zum schwierigsten. Der Text geht einem nämlich nicht immer so einfach von der Hand wie man das gerne möchte. Da hat man eine Überschrift, eine Idee und auch die Fotos, und eigentlich fehlt einem nur noch der Text zum fertigen Blogpost. Aber wie fange ich an? Da gibt es Tage an denen könnte ich ein paar Beiträge so mir nichts dir nichts einfach so runter tippen und dann gibt es diese Tage oder sogar Wochen an denen mir nicht mal ein Satz einfallen mag. Eine Schreibblockade. Da hilft es auch nicht etwas zu erzwingen, das muss man einfach aussitzen. Ein andermal geht es dann wieder wie von selbst. Bei gewissen Themen geht es einem ganz leicht von der Hand und bei anderen will einfach nichts kommen. Bei diesem Beitrag hier zum Beispiel kommt es irgendwie wie von selbst. Ich hau in die Tasten und tippe drauf los. Bei so manch anderen Blogposts wie zum Beispiel einem Outfit, da mag es manchmal aber einfach nicht sein. Und dann hat es auch keinen Sinn 300 bis 500 Wörter zu erzwingen. Im Zweifelsfall dann doch lieber mal nur 200 Wörter nieder schreiben und einfach die Fotos für sich sprechen lassen. Es kann nicht jeder Beitrag ein Roman werden und es hat auch keinen Sinn das seinen Lesern aufs Auge drücken zu wollen, da das lesen meiner Meinung nach dann auch keine Spaß macht. Beim Text könnt ihr euch auf alle Fälle nach euren Notizen aus Schritt 1 richten und euch von den bereits vorhanden Fotos inspirieren lassen. Und wenn ihr dann eine Vorstellung von dem habt was ihr ungefähr wollt und wie ihr anfangen sollt, dann schreibt einfach mal drauf los. Korrekturlesen steht so oder so noch auf dem Programm. Lasst eure persönliche Note und euren individuellen Schreibstil miteinfließen. Vielleicht seit ihr der Typ der seine Blogposts gern mal mit etwas Witz auflockert, vielleicht aber auch der sachliche Typ der mit Wissen punktet. Versucht euren Stil zu finden und lest anschließend nochmal Korrektur um so viele Rechtschreibfehler wie möglich zu vermeiden. Ich bin in dieser Hinsicht gewiss kein Mastermind aber ich versuche im Großen und Ganzen so viele Fehler wie möglich zu vermeiden. Manchmal lasse ich auch noch meinen Mann Korrekturlesen, da dieser Fehler sieht über die ich beim zweiten Mal lesen immer noch drüber falle. Wenn man selbst etwas schreibt, übersieht man oft den einen oder anderen Fehler. Meine Beistrich-Setzung wollen wir an dieser Stelle aber mal außer Acht lassen, da gibt es dann doch weitaus schlimmere Vergehen. Nennen wir die Beistrich Verzierung einfach künstlerische Gestaltung des Blogposts. Ein Tipp: lieber zu viele als zu wenig Beistriche.

 

 

5. Struktur und Aufbau

Der Blogpost ist jetzt eigentlich fertig. Nachdem wir die Idee und das Thema hatten, die Fotos gemacht und bearbeitet haben und den Text geschrieben haben, können wir als letzten Schritt nun dem Beitrag noch etwas Struktur verleihen. Eine schöne Gliederung und Anordnung von Text und Bildern spielt nämlich eine große Rolle. Extrem kleine Schrift oder eine lange Wurst an Text ohne Absätze verschreckt eure Leser oder langweilt diese schnell. Schlechte Bildqualität solltet ihr ebenfalls vermeiden da die Fotos euren Beitrag optisch untermalen und nicht mindern sollen. Ein Beitrag soll angenehm anzusehen und zu lesen sein. Ein strukturierter Blogpost mit Absätzen, einem flüssigen Textaufbau, gelegentlichen Zwischenüberschriften und die Anordnung des Bildmaterials sind das A und O um eurem Beitrag noch den letzten Feinschliff zu verpassen. Et voila, fertig ist unser Blogpost.

 

 

Der Zeitaufwand

Wie zu Anfang angekündigt, will ich euch natürlich auch den Aufwand für das Verfassen eines Blogposts verraten. Das zu verallgemeinern ist wie ihr bestimmt schon rausgelesen habt, nicht wirklich einfach da der Aufwand immer variiert. Man kann im Vorhinein nicht sagen wie lange man für welchen Schritt schlussendlich tatsächlich benötigt, da nicht immer alles gleich und flüssig läuft. Grob würde ich aber sagen, dass ein wirklich schneller Blogpost in ca. 2 bis 3 Stunden fertig gestellt werden kann. Das wäre dann aber ein Beitrag mit nicht allzu viel Text und mit einfachen Fotos wie Flatlays bei denen das Licht beim schießen der Fotos bereits halbwegs gut ist. Das erstellen einer Shopping-Inspo kann man vermutlich ebenfalls in etwa mit 3 Stunden veranschlagen. Recht viel schneller lässt sich aber auch diese Art von Blogpost nicht umsetzen, da man auch hier einige Punkte erledigen muss: die gewünschten Produkte suchen und Fotos der jeweiligen Internetseite speichern die Links zu den jeweiligen Produkten kopieren und den Aufbau des Blogposts harmonisch gestalten. An sich einer der schnellsten und einfachsten Beiträge aber dennoch nicht unter 2-3 Stunden zu machen.

Für Outfitposts mit Shooting-Zeit eingerechnet, kalkuliere ich jetzt mal durchschnittlich 4 bis 5 Stunden – wenn es gut und flüssig läuft und kein allzu tiefsinniger Text erwartet wird. Sobald etwas mehr hinter einem Blogpost steckt, muss man für manche Beiträge schon 6-10 Stunden Arbeit einrechnen. Die Ideenfindung, das Shooting, die Bildbearbeitung, der Text, die Gliederung und das Korrekturlesen, ja all das braucht seine Zeit und ist nicht immer gleich schnell zu bewerkstelligen.

Wie man also sieht, ist so ein Blogpost teilweise wirklich sehr zeitintensiv und der Zeitaufwand lässt sich Pauschal leider nicht beantworten. Ich hoffe diese grobe Aufschlüsselung konnte euch trotzdem weiter helfen bzw. mal wieder ausreichend Einblick ins Bloggerlife bieten 😉

 

 

 

Eure Julia 💋

2 Gedanken zu „Bloggerlife | In 5 Schritten zum Blogpost

  1. Echt toll und vor allem ehrlich geschrieben!!
    Es ist wirklich so. Manchmal fliegen einem die Blogposts nur so zu und an einem anderen Tag sitzt man vorm leeren Bildschirm und nix kommt…
    Aber wie gesagt: Sehr schöner Post von Dir!!

    Liebe Grüße
    Stephanie und David aus Bayern
    https://durchglesn.com

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