Bloggerlife | Wie erstelle ich einen Redaktionsplan und wofür brauche ich diesen?

Ich bin und war schon immer ein großer Fan von Listen, Kalendern und hübschen Notizbüchern. Wie langfristig ich diese dann aber tatsächlich gebrauche ist wieder eine andere Sache. Einen Organizer habe ich zum Beispiel schon des Öfteren im Jänner angefangen und ab Februar nicht mal mehr eines Blickes gewürdigt. So hübsch und praktisch er auch ist, er hat es bisher nicht geschafft mich langfristig zu überzeugen. Anders sieht es mit den guten alten Notizbüchern aus. Ich schreibe zwar nicht täglich etwas rein aber dennoch habe ich immer eines in meiner Handtasche und mache mir gelegentlich Notizen wenn ich spontane Einfälle zu bestimmten Blogthemen habe. Und wenn es um Excel- oder auch handschriftliche Listen geht, dann bin ich nicht mehr zu halten. Ich liebe sie! Listen und Notizbücher sind nicht nur meine steten Begleiter wenn ein Urlaub vor der Tür steht, sondern auch eine tatkräftige Unterstützung im Blogger Business. Wie ich also zu meinem persönlichen Redaktionsplan kam, wie das funktioniert und was man darunter versteht will ich euch in diesem Beitrag erläutern.

 

Das Grundprinzip

Im Grunde geht es bei einem Redaktionsplan darum, voraus zu schauen und die Planung zu optimieren. Man vermeidet damit Stress und schafft mehr Regelmäßigkeit.

Durch folgende Überlegungen und termingerechte Eintragungen im Redaktionsplan kannst du zuverlässiger und abwechslungsreicher Bloggen:

  • kreatives Schreiben: Themen und Notizen
  • was brauche ich an welchem Tag
  • was kann ich bis wann schaffen
  • welche Deadline ist bei einer Kooperation realistisch
  • wie und wann poste ich Kooperationen oder Gastbeiträge
  • wie setze ich langfristige Pläne um
  • wie steigere ich meine Kreativität? Brainstorming für neue Beitragsthemen!

 

Was ist ein Redaktionsplan und wofür brauche ich diesen im Blogger Business?

Da ich gern langfristig denke, plane und auch viel für meinen Blog vorarbeite, war es nur eine Frage der Zeit wann auch ich endlich den Schritt Richtung Redaktionsplan wagen würde. Ich spielte längere Zeit mit dem Gedanken aber tatsächlich umgesetzt habe ich es erst nachdem ich Mitte August mal wieder einen Blogbeitrag der lieben Kati gelesen habe. Ihre Bloggertipps haben mich angespornt das auch endlich für mich in die Tat umzusetzen. Aber was genau ist nun eigentlich ein Redaktionsplan? Ein Redaktionsplan ist ein Plan, mit dem du all deine Termine und To Do’s abstimmst und der dir sagt, was du wann und wie zu tun hast. Dieses System gibt dir eine Übersicht, du kannst damit deine Termine und Aufgaben timen und es lässt dich im Idealfall stressfreier Bloggen. Kurz gesagt: du vereinfachst damit deinen Alltag in Bezug auf Bloggen und Freizeit. Das zu koordinieren ist nämlich nicht immer ein Zuckerschlecken und erfordert doch einiges an Planung. Mir persönlich war es wichtig, etwas Struktur in mein Blogger-Dasein zu bringen. Und mit meinem Redaktionsplan lässt sich in dieser Hinsicht doch um einiges vorausschauender arbeiten und die Planung macht mir auch noch mehr Spaß. Im besten Fall lässt sich auf lange Sicht noch mehr Bewerkstelligen als zuvor. Es hängt natürlich auch viel von der Umsetzung und dem Willen des jeweiligen Bloggers ab. An sich ist es aber eine immense Arbeitserleichterung. Ich plane Beispielsweise meine Blogbeiträge am liebsten Minimum 2-3 Wochen im Voraus. Das lässt sich natürlich nicht immer umsetzen aber ich schaffe es doch relativ oft. Damit das funktioniert, lasse ich mir auch viel Raum für Änderungen. Nur Kooperationen sind fix und müssen zu einer bestimmten Deadline raus. Alles andere kann ich timen und variieren wie ich möchte. Und seit ich meinen Redaktionsplan führe, geht mir das alles irgendwie noch viel leichter von der Hand. Zumindest macht es mir so druchdacht und geplant auch viel mehr Spaß.

 

Womit fülle ich meinen Redaktionsplan?

Wenn du nun also weißt, dass du einen Redaktionsplan erstellen möchtest, dann musst du dir Gedanken machen womit du diesen füllen möchtest. Was willst du rein schreiben? Soll er knackig und kurz sein oder doch lieber ausschweifend und sehr detailliert? Für mich waren folgende Kriterien ausschlaggebend:

  • Themenfindung und Brainstorming: Notizen machen
  • das Schreiben von Blogbeiträgen
  • Fotoshootings und Flatlay Inszenierung
  • Fotobearbeitung
  • Mail Korrespondenz
  • Instagram und Facebook pflegen
  • Termine: Bloggerevents, Meetings, etc. (kommt bei mir eher selten vor)

 

So erstellst du einen Redaktionsplan

Du kannst eine Excel-Tabelle, ein Plugin, eine App oder auch einfach einen Organizer oder ein Notizheft verwenden. Die Umsetzung bleibt jedem selbst überlassen denn für jeden ist eine andere Methode die richtige. Ich bin nicht gerade versiert wenn es um Plugins geht, was auch der Grund ist weshalb dieses nie ein Thema für mich war. Für mich war also von Anfang an klar, dass ich eine Excel Liste oder einen handschriftlichen Planer für die Umsetzung verwenden möchte. Einerseits weil ich ein Fan von Excel Listen bin und andererseits weil ich irrsinnig gern händische Notizen mache und das auch irgendwie meine Kreativität anregt. Für mich macht es diese Kombination perfekt. Wie gesagt muss aber jeder für sich das richtige finden um seine Produktivität gezielt zu steigern und das System zu otimieren. Hier ein paar Beispiele womit ihr euren Redaktionsplan umsetzen könnt:

  • WordPress Calendar Plugin
  • Handy Kalender
  • Steh Kalender
  • Notizheft
  • Excel Tabelle
  • App (z.B.: Wunderlist oder Trello)

 

Ich persönlich trage meine Termine im Handy Kalender ein, schreibe in den Handynotizen einiges auf und notiere mir ganz old school im Notizheft meine Ideen. Und das iTüpfelchen für die perfekte Planung ist nun seit August eine Excel Tabelle die ich für mich erstellt habe. Ihr könnt den Excel Redaktionsplan über den PC füllen und alles eintragen, da ich aber ein Freund der alten Schule bin, drucke ich mir diesen immer aus und trage handschriftlich alles ein. Egal worauf ihr schlussendlich zurück greift, wichtig ist nur, dass in etwa folgende Angaben für euren Redaktionsplan vorhanden sind:

  • aktuelles Datum und Wochentag
  • Kategorie (die Überschrift der jeweiligen Spalte)
  • Thema/Aufgabe (was ist zu erledigen?)
  • Notizen (für etwaige Mitschriften und Anregungen)
  • Blogbeitrag (worüber willst du schreiben?)
  • Deadline (für Kooperationen oder wann geht ein Beitrag online?)
  • Social Media (was ist zu tun oder wann willst du dich dem widmen?)

Ihr könnt das natürlich noch um einige Punkte erweitern, je nachdem wie großzügig ihr euren Redaktionsplan gestalten wollt. Also egal ob digitale Planung oder doch von der alten Schule mit Stift und Papier, mit diesen Grundvoraussetzungen lässt sich schon mal ein einfacher Redaktionsplan erstellen. Und damit ihr euch ein Bild machen könnt, habe ich hier noch als Beispiel meinen eigenen Redaktionsplan für euch. Total easy, nur das nötigste aber für mich in der Praxis wirklich effizient:

coffeejunkyjules-Redaktionsplan-Bloggertipps
Fotocredit: coffeejunkyjules

Mein Fazit

Ein Redaktionsplan ist ein wunderbares Grundgerüst für einfacheres und effektiveres Bloggen. Für mich war die Optimierung meiner Planung und des Zeitmanagements extrem hilfreich und auch ausschlaggebend für die Steigerung meiner Kreativität. Umso weniger ich mich unter Druck gesetzt fühle (was natürlich nicht immer der Fall ist), desto mehr Zeit habe ich um mir Neues einfallen zu lassen.

 

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag ein Stück weit helfen oder zumindest anregen. Benutzt jemand von euch ebenfalls einen Redaktionsplan oder arbeitet ihr doch lieber frei heraus?

 

 

Eure Julia 💋

*Beitragsbild via Pixabay

5 Gedanken zu „Bloggerlife | Wie erstelle ich einen Redaktionsplan und wofür brauche ich diesen?

    1. Danke! Das mit dem Notizbuch mache ich auch aber das mit den Post-Its war mir neu. Als ich das gestern in natura bei dir gesehen habe war ich hin und weg, danke also fürs anfixen 🙂 Ich komm aus dem Schreiben und Organisieren gar nicht mehr raus. Wir Planungsfreaks brauchen das eben, gell 😉
      Bussi, Julia

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  1. irgendwie habe ich nur so einen halben Redaktionsplan, immer mal wieder in verschiedenene Medien eingeführt und nie weitergemacht, weiß auch nicht, woran es liegt. ^^ Aber wichtig ist er auf alle Fälle!

    Gefällt mir

  2. Hallo Julia,
    die Beiträge für die Gartenzeitung, die ja den Ursprung meines Blogs darstellen, unterliegen einer redaktionellen Planung. Die Texte für den Mitmachblog unterliegen weitestgehend den Themenvorgaben und alle anderen Veröffentlichungen entstehen eher spontan.
    Ich könnte die Frage, ob ich einen Redaktionsplan benutze, also mit einem konsequenten Jein beantworten. 🙂
    Spontane Grüße aus dem Garten 😀

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