Kaffeeklatsch mit Julia: Die Sache mit den Designer Handtaschen

Lang lang ist‘s her, der Kaffeeklatsch mit Julia. Also welcome back zum virtuellen Kaffeekränzchen!

 

Lust auf eine kleine Diskussionsrunde? Heutiges Thema: Designer Handtaschen. Ein Thema das vermutlich auf sehr gespaltene Meinungen treffen wird. Die einen lieben sie, die anderen würden im Traum nicht daran denken je so viel Geld für solch unnützen Klimbim auszugeben. Aber dennoch oder vielleicht genau deshalb will ich das Thema heute aufgreifen. Das soll diesmal nämlich kein reiner Fashion Beitrag werden. Nein, heute will ich tiefer graben. Will euch erzählen warum ich mir teure Taschen und andere Accessoires kaufe und wie ich über teure Investitionen denke. Und ja klar, im Zuge dessen möchte ich euch natürlich auch meine erste Designer Handtasche im Detail zeigen 😉

 

High Class vs. Low Class Shopping

 

Zuerst sei gesagt, dass ich beide Parteien verstehen kann. Die, die es für Unsinn oder sogar für verwerflich halten so viel Geld für Mode auszugeben. Und die, die sich ganz selbstverständlich oder weil sie darauf hin gespart haben, diese teuren Stücke leisten.

Früher hätte ich im Traum nicht daran gedacht je so viel Geld für Klamotten oder Accessoires auszugeben. Ich shoppte lieber ums selbe Geld 15 Stücke und trug davon meistens 8. Die restlichen 7 Kleidungsstücke nenne ich jetzt mal liebevoll Shopping- Kollateralschäden, denn diese versauerten bis zum jüngsten Gericht im Kleiderschrank. Jahre später wurden diese dann inklusive Etikett wieder aussortiert und zur Kleiderspende gegeben. True Story. Traurig aber wahr.

Mittlerweile haben sich meine Prioritäten aber irgendwie verlagert. Wohldurchdachte Investitionen und keine Spontankäufe mehr. Viele verstehen nicht warum ich Beispielsweise 150 EUR für einen ACNE Schal ausgebe oder auf eine Gucci oder Chanel Tasche spare. Das kann ich für mich aber ganz einfach erklären. Denn Shopping- Kollateralschäden gibt es in dieser Preiskategorie nicht. Da wird lange überlegt bevor sich etwas in diesem Preissegment gegönnt wird. Im aktuellen Beispiel, habe ich nach Wochen- bzw. sogar Monatelangem Brainstorming, für mich abgewogen ob ich das Objekt der Begierde tatsächlich haben möchte und kann mir abschließend auch sicher sein, dass ich es tragen werde. In dieser Hinsicht also sinnvoller als meine unzähligen Fehlkäufe in der Vergangenheit.

Ein richtig oder falsch gibt es meiner Meinung nach nicht. Jeder muss für sich selbst entscheiden welche Art und Weise für ihn die richtige ist und was einem lieber ist. Ob Fehlkäufe beim Billigshopping, sinnvolle Käufe beim High Class Shopping oder sogar ein Musterexemplar von Mensch, das zu normalen Preisen nur das kauft was auch wirklich benötigt wird.

Meiner Meinung nach sollte das aber jedem selbst überlassen bleiben. Es ist so einfach, andere für ihre Entscheidungen zu verurteilen. Und warum genau maßen wir uns an zu entscheiden welche Entscheidungen gut oder schlecht sind? Wer frei von Fehlern ist, der werfe den ersten Stein. Und werft ihr schon? Ich früher ehrlich gesagt schon. Und frei von Fehlern war ich definitiv nie. Heute werfe ich nicht mehr. Weil ich älter, intelligenter, verständnisvoller oder gar weiser geworden bin? Vielleicht. Vielleicht aber auch einfach nur weil meine bessere Hälfte schon des Öfteren den Kopf geschüttelt hat und ich mir einfach mehr Verständnis wünsche. Verständnis weil auch ich Verständnis für teuren Whisky und für mich unverständliche Dinge habe. Jeder hat sein Laster, zumindest die meisten von uns. Ich stehe dazu. Und du?

 

 

Meine erste Designer Handtasche

 

Im Monatsrückblick #2 durftet ihr ja bereits einen Blick auf meinen ganz besonderen Neuzugang erhaschen. Eine Clutch von Burberry. Und wie ich zu dieser kam, will ich euch jetzt noch im Detail erzählen.

Dass sich meine Prioritäten betreffend Ausgaben für Designerstücke in den letzten Jahren verlagert haben, wisst ihr nun also. Aber wie sieht so ein Kauf in der Praxis aus? Und warum genau diese Tasche? Eigentlich habe ich ja über ein halbes Jahr mit der Gucci Dionysus geliebäugelt und wollte mir diese bei unserem letzten Wien-Aufenthalt auch endlich leisten. Gespart hatte ich immerhin brav. Und nachdem ich mir das gute Stück oft genug angesehen hatte und mich auf eine Größe festgelegt hatte, startete ich voller Vorfreude mit dem Göttergatten im Schlepptau in den nächstgelegenen Gucci Store in Wien. Nachdem ich sie probe getragen und den Mann nach seiner Meinung gefragt hatte, kam von ihm aber nicht das übliche Kopfgeschüttel sondern der logische Einwand ob die Tasche nicht zu klein sei. Eigentlich empfand ich die Größe als perfekt aber da ich die Sache nun doch nochmal überdenken musste, war ich mir meiner Sache nicht mehr ganz so sicher. Und ob 1250 oder 1750 EUR macht doch einen großen Unterschied. Mit der kleinen hatte ich kalkuliert, mit der größeren nicht. Nicht dass ich sie mir nicht leisten hätte konnte, darum ging es nicht. Ich hatte mir mein Budget festgelegt und konnte bzw. wollte dieses nicht von der einen auf die andere Sekunde über den Haufen werfen. Froh über den logischen Einwand meines Mannes, ließ ich mir die Sache bei einem Gläschen Wein nochmal durch den Kopf gehen. Eine Clutch von Burberry stand nämlich ebenfalls auf meiner Shoppingliste. Eigentlich war der Plan: erst die Gucci, dann die Burberry. Warum auch immer in dieser Reihenfolge. Ich beriet mich mit meinem Mann und Freunden und beschloss für mich, dass es nun doch zuerst die Burberry werden sollte. Ich hatte mich einfach zu sehr auf die Gucci Tasche festgefahren. Klar möchte ich diese Tasche immer noch mein Eigen nennen und werde mir diese eventuell in ein paar Monaten noch leisten, aber dennoch bin ich auf diese Tasche nur durch unzählige Blogger aufmerksam geworden. Meine Burberry Clutch habe ich selbst im Shop entdeckt. Habe sie bei niemandem zuvor gesehen. Sie war meine eigene Entdeckung. Gesehen und verliebt am Frankfurter Flughafen. Seitdem ging sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Und so stattete ich dem Burberry Store in Wien einen Besuch ab und kam zu meiner ersten Designer Handtasche oder besser gesagt Clutch. Ganz große Taschenliebe ist das hier und ich bereue den Kauf keine Sekunde 😉

 

Zum Schluss habe ich natürlich noch ein paar Fotos meiner neuesten Errungenschaft und bin gespannt auf eure Meinungen zum Thema 😉

 

Eure Julia 💋

 

  • Tasche: Burberry – hier erhältlich

* Photography by Georg Schmidinger

Fotocredit: coffeejunkyjules



 

3 Gedanken zu „Kaffeeklatsch mit Julia: Die Sache mit den Designer Handtaschen

  1. Ich habe mich da zum Teil echt wiedererkannt… 😉
    Ich liebe Taschen und mittlerweile gebe ich auch recht viel dafür aus. Allerdings hört es bei einem gewissen Preis auf, weil ich es mir einfach nicht oft leisten kann und dafür ewig sparen müsste.
    Dein Burberry Clutch gefällt mir sehr gut 🙂 Da hast Du eine schöne Wahl getroffen.

    Ganz liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

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