JA ICH WILL – Kirche

…Fortsetzung zum Standesamt [ – hier gehts zum Blogpost ]


Programmheft Kirche: 


In Ansfelden angekommen, warteten wir dann auf den Anruf meiner Brautjungfern, welche bescheid gaben als alle Gäste in der Kirche Platz genommen hatten. Wir fuhren nach diesem Anruf wie geplant und vereinbart zur Kirche rauf und los gings. Im Nachhinein erfuhr ich, dass zur Belustigung aller der Organist sofort nach dem Anruf meiner Mädels/als alle Gäste Platz genommen hatten, zu spielen begann. Alle ganz gebannt – aber die Braut blieb aus. Tja, ich wollte es eben spannend machen. Als ich dann endlich beim Kirchentor ankam, legte die Orgel ein zweites mal los. Meine kleine Schwester bildete mit dem Ringkissen die Spitze, dann kamen meine Brautjungfern, meine Trauzeugin und anschließend mein Papa und ich. Ohne meinen Papa, an dessen Arm ich mich klammerte, wäre ich vor Nervosität 100%ig umgefallen. Alle Augen auf mich gerichtet und ganz vorne am Altar der Mann mit dem ich mein Leben verbringen möchte. Unbeschreiblich dieser Moment. Mein Herz pochte wie wild und sprang mir gefühlt aus dem Brustkorb.


Die komplette kirchliche Trauung dauerte in etwa 45min. und war für uns unglaublich schön. Die extra zusammen gestellten Fürbitten meines Mannes fand ich so persönlich und schön – wir hatten sogar eine Fürbitte für die frisch gebackenen Babys von Freunden, die ein paar Tage zuvor zur Welt kamen. Der Text für die Hochzeitskerze, der Lesungstext für den wir uns schlussendlich entschieden haben, unsere Sängerinnen und die von uns gewählten Lieder und unser Pfarrer – es passte einfach alles.

Mit der Liebe meines Lebens an meiner Seite, nahm ich auf den für mich platzierten Stuhl platz. Ich zitterte so sehr, dass sogar meine bessere Hälfte es spüren konnte.


Als ich das Gelübde (kein eigenes) trotz Aufregung auswendig aufsagen konnte, war ich dann schon auch ein klein wenig stolz auf mich. Und dann der Moment auf den ich sehnsüchtig gewartet habe:

„Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ – NICHT

Unser Pfarrer hatte es wohl vergessen (oder sagt man das heute nicht mehr?!) und als sich mein Göttergatte grade wieder setzen wollte, hörte ich mich völlig entsetzt protestieren: „Stopp, wo bleibt mein Kuss?“ Es folge eine innige Umarmung und einer der schönsten Küsse meines Lebens. Für die Gäste vermutlich ein HAHA und OOOH Moment.



Nachdem der Bruder/Trauzeuge meines Mannes den weiteren Verlauf durchs Mikro bekannt gab, verließen unsere Gäste auf seine Anweisung hin zuerst die Kirche und anschließend folgten wir, das frisch vermählte Brautpaar. Es war so wunderschön, wie sich alle mit uns gefreut haben und Seifenblasen pusteten die meine Brautjungfern zuvor verteilt hatten. Meine Großeltern, Papa und liebste Stiefmutti hielten ein Bettlaken mit einem großen Herzen und überreichten uns 2 Scheren. War ja klar dass ich die stumpfe Schere bekam und mit meiner Hälfte etwas hinterher hinkte. Aber selbst ist die Frau und reißt einfach mal am Laken „krrr“ naja mein Mann war trotzdem schneller und half dann noch beim schneiden meiner Hälfte. Um weitere Hoppalas zu vermeiden, stiegen wir durch das ausgeschnittene Herz und verzichteten auf das übliche tragen der Braut. Grade durch gestiegen, wartete schon die nächste Überraschung auf uns: ein roter Teppich und ein kleiner Stehtisch mit Sektgläsern. VIP Gefühl lässt grüßen. Martins Onkel Rudi trötete die Trompete und seine Tante Renate überreichte uns jeweils ein Glas Sekt.


Einfach herrlich. Die Musik, das Anstoßen, die Sonne, unsere Gäste, der Mann an meiner Seite.. ein perfekter Moment ❤️

Fortsetzung folgt…

Eure Julia 💋

*Photography by Sigi Stöbich 




15 Gedanken zu „JA ICH WILL – Kirche

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